Mensch sein, heißt gütig zu sein.

Im Wein liegt die Wahrheit - Das Sprichwort stammt aus dem Lateinischen: „In vino veritas“

Wie oft habe ich diesen Spruch schon gehört, doch deren Bedeutung erst heute verstanden.
Oberflächlich betrachtet denken wir, dass der, der alkoholisiert ist, die Wahrheit sprechen würde. Also das, was er erzählt nun eher stimmen wird. Doch bei genauerer Betrachtung, ist diese Interpretation nicht ganz richtig und somit falsch.
Während des normalen (nüchternen) Tages-Bewusstseins steuern wir unser Verhalten und wägen somit ab, wie wir auf eine bestimmte Situation reagieren. Wir bauen folglich eine Hemmschwelle (einen Filter) auf, womit wir aufgrund unserer Erfahrungen darauf achten, wie unser Gegenüber über uns denkt und wahrscheinlich reagieren wird. Dies erfordert ein gewisses Maß an Konzentration und Kontrolle unserer Emotionen.

Doch unser Unterbewusstsein ist nun mal nicht in der Lage zu erkennen, welche Absichten unser dominierendes Tages-Bewusstsein hat. Alles worüber wir im Tages-Bewusstsein denken und uns nur fiktiv vorstellen, ob Vergangenes oder Zukünftiges – Für das Unterbewusstsein ist es hier und jetzt real. Es kann nicht lügen. Somit empfindet das Unterbewusstsein das Verhalten des Tages-Bewusstseins entweder als gut oder schlecht.
Wenn wir in einer Situation „Gute Mine zum bösen Spiel“ machen, dann empfindet unser Unterbewusstsein das als schlecht und versucht gegen das Tages-Bewusstsein zu rebellieren.


Im nüchternen Zustand jedoch, hat das Tages-Bewusstsein oft die besseren Karten, da es die „Kontrolle“ hat.
Im alkoholischen Rauschzustand, sinkt die Dominanz des Tages-Bewusstseins und das Unterbewusstsein erhält mehr Spielraum. Wenn wir leicht alkoholisiert sind, zeigt sich unser Unterbewusstsein dadurch, dass wir etwas entspannter sind, mehr Freude empfinden und zeigen, mehr Bewegungsfreude haben und unsere Lust auf Sex steigert.


In diesem leicht alkoholisierten Zustand, hat das Tages-Bewusstsein aber auch noch die „Kontrolle“ und lässt dem Unterbewusstsein mehr freie Hand. Das kann man so vergleichen, wie wenn die Mutter mit ihrem Kind auf den Spielplatz geht und das Kind jetzt spielen darf.
Wenn nun noch mehr Alkohol ins Spiel kommt, so verliert, dass Tages-Bewusstsein mehr und mehr die Kontrolle. Das ist wie, wenn jetzt die Mutter auf dem Spielplatz von Müdigkeit übermannt wird und sich langsam schlafen legt, ohne dabei zu berücksichtigen das sie dadurch die „Kontrolle“ über das Kind verlieren wird. Das Kind, besser gesagt, das Unterbewusstsein macht nun, wonach ihm der Sinn steht.


Da das Unterbewusstsein jetzt mehr die Kontrolle hat und eine Situation nur als gut oder schlecht empfindet, reagieren wir ab einem gewissen Maß an Alkohol im Blut in extremer Form. In dem Einen Moment sind wir euphorisch und lieben unsere Mitmenschen und im anderen Moment sind wir entweder depressiv oder sogar agressiv.
Auch unterliegen die Inhalte unserer Gespräche / Aussagen keiner Kontrolle mehr, weil unsere Gedanken von unserem Empfinden abhängig sind. Wechselt unser Empfinden wechseln auch unsere Worte und ergeben dann oft keinen Sinn mehr...

 

Fazit: Im Wein, bzw. im Alkohol liegt nicht die Wahrheit, sondern wir reagieren nur ehrlicher auf ein Empfinden, weil unser Verstand die Situation nicht mehr richtig steuern kann. Die Wahrheit liegt somit nicht in dem was wir dann sagen, sondern in dem, das wir emotional ehrlicher reagieren.

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